Zaunbau Stäblein
Zaunbau Stäblein

 

 

 

Die Firmengeschichte in Zahlen:

1882 Bernhard Stäblein legt den Grundstein für eine lange "Stäblein" Tradition mit dem Betreiben einer Siebmacherei

1893 Umzug in die Dammstraße 15.

1908 Wilhelm Stäblein übernimmt den Betrieb von seinem Vater und macht daraus die "Drahtwarenfabrik Wilhelm Stäblein"

1921 Kauf des Grundstückes in der Dammstraße 15 (heute Bohlendamm)

1935 Wilhelm Stäblein verkauft das Unternehmen an seinen langjährigen Prokuristen Hans Brase

1951 Hans Joachim Brase, Sohn von Hans Brase, tritt als Angestellter in den väterlichen Betrieb ein

1965 Umzug in die Fränkische Straße 51 

1970 Hans Joachim Brase übergibt die Firma an seinen Sohn Hans Joachim Brase. Dieser firmiert um in "Wilhelm Stäblein KG"

1990 Dieter Büring, langjähriger Mitarbeiter, erwirbt das Unternehmen

2005 Allgemeine schlechte Wirtschaftslage bedingt das Aus für die "Wilhelm Stäblein KG"

2005 Markus Vogt, ehemaliger Lehrling des Unternehmens und mit 20 Jahren Berufserfahrung, gründet das Unternehmen "Zaunbau Stäblein" um die Tradition in gewohnter Form und an gleicher Stelle weiterzuführen.


Die Firmengeschichte in Worten:

Bernhard Stäblein zählte zu den wenigen Siebmachern in Hannover . In seinem kleinen Betrieb entstanden in Handarbeit Drahtsiebe aller Art. Wenn nach emsiger Arbeit wieder einmal ein großer Posten Siebe fertiggestellt war, gingen die Hausierer über Land und verkauften die Produktion an Landwirte und Eisengießereien. Davon schloß sich Bernhard Stäblein selbst nicht aus, spannte Pferd und Wagen an und zog übers Land, um nebenher auch noch an Ort und Stelle Siebe zu reparieren. Man brauchte sie zum Säubern des Getreides und zur Gewinnung feinen Sandes für den Eisenguß.

Das ging so bis kurz vor den ersten Weltkrieg. Als dann Zäune aus Drahtgeflecht in Mode kamen, beschäftigte sich der hannoversche Siebmacher Stäblein wie auch seine Zunftkollegen mit der Herstellung von Drahtgeflechten. Man schaffte sich nun unter der Leitung von Wilhelm Stäblein eine eiserne "Schnecke" an, die den Draht zu Spiralen schlug, die dann mit der Hand ziemlich zeitraubend zu einem Drahtgeflecht verbunden wurden. Heute würde man auf diese Weise den starken Bedarf an Drahtgeflechten in verschiedenen Maschengrößen und Drahtstärken zum Einfrieden von Sportplätzen und Pflanzungen, Kleingärten und Grünanlagen keineswegs decken können. Denn viele Faktoren, darunter hohe Lebensdauer, Lichtdurchlässigkeit, Raum und Kostenersparnis, sowie größerer Abgrenzungsschutz, haben den Drahtzaun zur beliebten und praktischen Einfriedungsart werden lassen.

Und so hämmern und stampfen jetzt teilweise vollautomatische Maschinen und fügen den Draht zu Geflechten. Zur Drahtzaunanlage gehören gleichzeitig auch passend Türen und Tore, in Eisenkonstruktion selbst gefertigt. Aus der Siebmacherei Stäblein wurde die Drahtflechterei und Zaunfabrik, deren "Kind" der Zierzaun wurde, ein Wellengitter mit senk- und waagerechten Drahtstäben in Verbindung mit Eisenkonstruktionen, für Torbespannungen und Schutzgitter gedacht.

Die Montage von Draht und "Wellengitter" kam zwischenzeitlich hinzu, so das man sehr gut ausgelastet war. Der 2. Weltkrieg setzte der positiven Entwicklung des Handwerkbetriebes ein vorläufiges Ende. Luftangriffe zerstörten mehrfach die Werkstatt, zuletzt bis auf die Grundmauern.

Jedoch gaben die "Stäbleins", geführt von Hans Brase, nicht auf. Mit Engagement und Fleiß wurde die Werkstatt wieder aufgebaut. Nachdem bisher fast ausschließlich im Drahtzaunbereich mit zugehöriger Schlosserei , Tore aller Art hergestellt wurden, kam in den 50er Jahren die Bauschlosserei hinzu. Nun wurden Treppengeländer und Balkonkonstruktionen aller Art in Serie gefertigt und montiert.

Durch die Entstehung des Schnellstraßennetzes wenige Jahre später, öffnete sich ein neues Betätigungsfeld. Neben den bisher gefertigten, bis 4 Meter hohen Tenniszäunen, benötigte man nun Ballfangzäune zum Schutze des Verkehrs. Hier leistete die Firma Stäblein Pionierarbeit und erstellte als erste hannoversche Zaunfirma einen 10 Meter hohen Ballfangzaun.

Die Räumlichkeiten wurden zu klein und man beschloß nach Badenstedt zu ziehen, wo eine moderne freitragende Werkhalle mit Büroteil errichtet wurde. Der mittlerweile neue Inhaber, Hans Joachim Brase, nahm nun auch die Montage von Holzzäunen mit in die Produktpalette mit auf. Gefertigt wurden von nun an auch im Betrieb selbst hergestellte Stabgittertore und Türen sowie Schiebetore.

Als gegen Ende des letzten Jahrtausends Dieter Büring die Leitung der Firma übernahm, kamen Kunststoff- und Aluminiumzäune hinzu. Auch wurden mittlerweile Dreh- und Schiebetor-Antriebe montiert. Hin und wieder wurden auch auf Kundenwunsch, Garagentore mit und ohne Antrieb eingebaut.

Dann kam das bittere Ende: Die allgemeine Wirtschaftsflaute zwang den Betrieb in die Knie. Drei Monate später, nach einem gewaltigen Kraftakt konnte Markus Vogt die Gebäude pachten und die "Insolvenz Masse" aufkaufen, so das der Betrieb seine Arbeit wieder aufnehmen konnte. Was auf jeden Fall bleibt ist die Tradition, saubere handwerkliche Arbeit zu liefern und die Gewißheit die Zufriedenheit der Kunden sicherzustellen. Das große "S" bürgt für Qualität, heute wie vor über 100 Jahren!